GROWTH MINDSET – WIE DEIN KIND LERNT, WIEDER AN SICH SELBST ZU GLAUBEN!

Wie sich das, was Du denkst, auf das auswirkt, was Du erreichst und Deine Umgebung! Lass Dich von diesem Artikel zum Thema „Fixed & Growth Mindset“ inspirieren. Damit Du Deine Denkweise erweitern und stärken kannst und Du Dein Kind indem unterstützen kannst, wieder an sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten zu glauben.

Was wird unter Mindset verstanden?

Der Begriff Mindset beschreibt die Überzeugungen, Verhaltensmuster und Denkweisen bzw. die innere Haltung von Menschen. Häufig wird der Begriff Mentalität als Synonym verwendet. Mindset ist ausschlaggebend für ein glückliches und erfolgreiches Leben. Jeder kann sein Mindset für ein solches Leben entwickeln.

Was wird unter „agilem Mindset“ verstanden?

Im Duden steht der Begriff „Agil“ für „von großer Beweglichkeit zeugend; regsam und wendig“. Somit basiert ein agiles Mindset auf der inneren Einstellung, dass eine ständige Veränderung der „Normalzustand“ ist. Auf diesen wird situativ und flexibel reagiert.

Wie entsteht ein Mindset?

Im Laufe Deines Lebens entsteht Dein individuelles Mindset. Anhand Deiner täglichen Erfahrungen bzw. Deiner Beobachtungen als Kind und Deiner unbewussten Übernahme entwickelt es sich fortlaufend weiter. Das kollektive Mindset entsteht, indem bestimmte Denkweisen, Einstellungen und Glaubensätze unbewusst weitergegeben werden [z.B. über Traditionen, gemeinschaftliche Rituale und Symbolsysteme].

Inhaltsverzeichnis

Was ist der Unterschied zwischen dem 
"Fixed Mindset" und dem "Growth Mindset" bei Kindern?

Laut Theorie gibt es zwei Arten von Mindset, das „Fixed Mindset“ (fixed = englisch für starr, unflexibel) und das „Growth Mindset“ (growth = englisch für Wachstum; hier häufig mit wachstumsorientiert, dynamisch übersetzt). Flexibel oder fest – die Art der Denkweise wird häufig schon in der Kindheit angelegt.

Bei Kids mit einem „Fixed Mindset“ denken diese, dass die Anstrengung nebensächlich ist, weil ein Talent entweder angeboren ist oder nicht. Sie stellen dies gar nicht mehr in Frage und lassen es lieber.

Beim „Growth Mindset“ sind Kinder davon überzeugt, dass sie sich durch die eigene Anstrengung verbessern können. Sie suchen und verfolgen Lösungsansätze, die sie ihrem Ziel näher bringen. Ein Growth Mindset veranlasst sie, weniger schnell aufzugeben. Sie erholen sich schneller von Niederlagen und akzeptieren Fehler als wichtigen Teil des Lernens.

fixed and growth Mindset für Kinder
  • Ich will nicht, ich kann nicht, ich werde nicht.
  • Herausforderungen? Lass mal lieber.
  • Wenn ich scheitere, bin ich ein Versager.
  • Durch Erfolge anderer fühle ich mich unter Druck gesetzt.
  • Meine Talente bestimmen mein Leben.
  • Anstrengungen brauche ich nicht, ich bin eh nutzlos.
  • Entweder ich kann es oder ich kann es nicht.
  • Ich will, ich kann, ich werde.
  • Herausforderungen? Los her damit.
  • Wenn ich scheitere, probiere ich einen anderen Weg.
  • Erfolge anderer inspirieren mich.
  • Einsatz und Wille sind der Schlüssel zum Erfolg.
  • Um Erfolg zu haben, darf ich mich anstrengen.
  • Ich kann alles erreichen, wenn ich es nur will.

Wie zeigt sich das Mindset bei unseren Kindern in der Schule?

Für uns als Eltern tut es weh, wenn die eigenen Kinder stark an ihren Fähigkeiten zweifeln. Das Growth Mindset kann Deine Kids dabei unterstützen, nicht aufzugeben, an die eigenen Fähigkeiten zu glauben und Durchhaltevermögen zu entwickeln.

Kennst Du solche Aussagen Deines Kindes wie zum Beispiel?: “Ich kann nicht schön malen, daher lasse ich es lieber!”; “Meine Stimme klingt blöd, daher will ich nicht singen.”  oder “Ich verstehe das nicht, weil ich schlecht in Mathe bin.” Das sind Aussagen, die einen als Eltern ganz schön verletzen können.

Sicherlich fragst Du Dich, wie Du Deinen Sprössling motivieren kannst, damit es die Dinge nicht so negativ sieht. Denn wenn ich eines die letzten Jahre gelernt habe, dann ist es das, dass meine Aussagen oder die von Lehren oder anderen Bezugspersonen das Mindset des Kindes fürs Lernen und Leben langfristig beeinflussen können. Schließlich werden unsere Kinder nicht mit einem solchen Mindset geboren, denn als Baby wollen sie die Welt entdecken. Sie wollen laufen lernen und üben und üben, bis sie es können. Doch irgendwann ändert sich das Bild, weil die Kinder auch von außen geprägt werden. Ihre Vorbilder sind die eigenen Eltern, Lehrer oder andere Bezugspersonen. Deren Denkweise und Handeln bei bestimmten Themen wirkt sich auf die innere Einstellung aus. Solltest Du feststellen, dass Dein Kind eher eine starre Denkweise hat, dann prüfe Dein Verhalten in dieser Situation. Frage Dich mal, wie hättest Du reagiert?!

Die amerikanische Psychologin und Professorin Carole Dweck an der Stanford University konnte dies ganz klar in ihrer Forschungsarbeit aufzeigen, dass durch unsere Ermunterungen und Aussagen ggü. dem Lernverhalten des Kindes entweder ein Fixed oder Growth Mindset hervorgerufen wird. (vgl. Magazin Bildungsthemen). Sie hat herausgefunden, dass je nachdem wie Kinder denken, diese die Herausforderung annehmen oder lieber vermeiden. Hier mehr rechts dazu im Video.

Wie Dein Kind lernt, wieder an sich selbst zu glauben!

Jeder Mensch hat in seinem Leben mindestens ein Thema, bei dem er nicht weiterkommt. Sei es der schulische oder berufliche Erfolg, die eigene Freizeitgestaltung oder die Verwirklichung eines Traums. Es ist gut vorstellbar, dass uns da das eigene Mindset ausbremst. Daher ist es wirklich erstrebenswert, sich mit den eigenen Glaubenssätzen und Denkmustern auseinanderzusetzen, wenn Du mal wieder nicht weiterkommst. Oft sind diese tief in Deinem Unterbewusstsein vergraben. Bei unseren Kinder ist das ganz genauso. Wenn Du also etwas ändern willst, analysiere Dein Verhalten, decke es auf und verändere es, wenn nötig. Denn die Veränderung beginnt immer zunächst in Deinem Kopf! Daher achtet auf Eure Gedanken und Aussagen im Beisein Deines Kindes und verwende in Deinen Mutmach-Passagen die Wörtchen „fast“ bzw. „noch nicht“. 

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